Traurig Der Hund, so heißt es landläufig, ist der treueste Freund des Menschen. Und nicht wenige Männer und Frauen erwidern diese Liebe mit großer Zuneigung
. Insbesondere auch dann, wenn der vierbeinige Gefährte krank oder leidend wird. Kleine Vermögen werden dann schon mal beim Tierarzt ausgegeben. Das ist auch im vorliegenden Fall so. Patient ist ein fast 15-jähriger Rottweiler, für Hunde seiner Rasse ein wahrer Methusalem. Er wird in einem großen Zwinger, beziehungsweise Freigelände in einer Landgemeinde zusammen mit einer 12-jährigen Rottweiler-Hündin gehalten. Vor neun Jahren war er bei einem Unfall schwer verletzt worden. Der Besitzer, ebenso leidenschaftlicher Hunde-Liebhaber wie Halter vieler weiterer Haustiere, beriet sich mit seinem Tierarzt und entschloss sich zur Operation. Auch in der Folgezeit, als sich altersbedingte Beschwerden zu der Lauf-Behinderung dazu gesellten, wollte der Mann das Tier nicht einfach aufgeben. In Absprache mit dem Mediziner entschied er, dem Hund so lange Schmerzmittel zu geben, "so lange er frisst und sich freut, wenn er mich sieht". Und letzteres ist derzeit zwei Mal täglich der Fall. Umso empörter reagierte er, als er jetzt einen Anruf vom Kreisveterinäramt Ludwigshafen erhielt, mit der Aufforderung, das Tier von seinen Leiden zu erlösen und einschläfern zu lassen. Hintergrund ist eine anonyme Anzeige, er lasse auf seinem Grundstück Hunde verkommen und verludern. "In welchem Staat leben wir eigentlich", fragt er wütend, "wo die Eigenverantwortung des Bürgers derart missachtet wird?" Vor allem auch, ohne sich um Kenntnisse über die Hintergründe zu bemühen. Der Mensch denkt, Gott lenkt. Für Gläubige eine einfache Formel. Für Behörden manchmal offenbar zu verlockend, sich selbst auf der Seite hinter dem Komma zu sehen.
Tränen Die deutsche Fußballwelt weint. Vor Mitleid über die Pechvögel von Bayer Leverkusen und ihren negativen "Hattrick". Vor Verzweiflung über das jüngste Gemurkse unserer Nationalkicker. Und damit nicht genug. Ausgerechnet über die Pfingstfeiertage soll, wenn die Wetterfrösche Recht behalten, jetzt auch noch der Himmel weinen. Wenn, dann natürlich nicht wegen banaler Balltreterei. Hier geht's vielmehr um Tradition und deren konsequente Umsetzung. Um die höhere Lehre dessen, was auch schon Theodor Fontane in seiner "Brück' am Tay" zum Reim verleitete: "Tand, Tand, ist das Gebilde von Menschenhand!"
Wieder einmal schicken sich Erdenwürmer an, die Mächte der Natur mit ihrem lächerlichen Kalender bezwingen zu wollen, wieder einmal der untaugliche Versuch, Schablonen ans Schicksal zu legen. Es braust die Macht der Mystik, es... Ach so, um was es geht? - Klar doch: Zu Pfingsten eröffnen die Speyerer Stadtwerke die Freibadsaison.
Trickreich "Links" sind, wie man als gebildeter Internet-Sprachler weiß, weder Angehörige einer politischen Ausrichtung, noch unsaubere Tricks, sondern schlicht elektronische Querverbindungen von einer "Hoompätsch" zur anderen. Einigermaßen sprachlos wird allerdings, wer sich über die Speyerer Liberalen informieren will. Über www.fdp-speyer.de landet der Suchende prompt - bei der CDU.
Der Service der FDP, vor Jahren bei der Kandidatur Wolf Böhms als OB-Kandidat eingerichtet, wurde in den Folgejahren weder gepflegt noch bezahlt und deshalb auch schließlich gelöscht. Weshalb eine Anfrage bei der FDP aber jetzt zur CDU führt? Vielleicht, weil sich Werner Schineller als Vertreter aller Bürger fühlt...
Tadellos Die Fahrräder waren neu, die drei Herren schon älteren Baujahres. Was sie aber nicht daran gehindert hatte, für ihre gemeinsame Tour sich in standesgemäßes Gewand zu werfen. Vom Feinsten selbstredend. Farben und Formen wetteiferten miteinander. Und die knappen Hosen des einen forderten die Bewunderung der Mitstrampler geradezu heraus. "Mein lieber Mann, da kommt aber die geballte Kraft der Schenkel so richtig zur Geltung", stichelte einer der Speyerer Sportsfreunde - und kassierte eine nicht druckreife Replik.
Elegant schwang sich das frisch durchgestylte Trio alsdann in die Sättel und legte los. Doch schon zwei Ecken später druckste der knapp Behoste verlegen: "Ihr Leit', ich muss noch emol zurick!" Sprach's, wendete und kehrte kurz darauf wieder. Mit kleiner äußerlicher Veränderung. Er trug jetzt auch halblange Radlerhosen wie die anderen. Und die vorhergehenden darunter - wie es sich gehört, denn es handelte sich schließlich um die speziellen Unterziehhosen des neuen Dresses...
Tiefsinn Vatertag und Muttertag sind verflossen, die Feiern verklungen, das Bier getrunken, die Blumen verwelkt. Gute Worte und Taten bleiben in Erinnerung. So auch das Gedicht eines ehrenamtlichen Mitarbeiters des Speyerer Seniorenzentrum Haus Edelberg, der seine poetische Hymne an die Mütter am Schluss folgendermaßen auf den Punkt brachte: "Auch an die Väter hab ich hier gedacht, bedenkt, dass es ein Mann ist, der die Frau zur Mutter macht."
Es lebe die Eman(n)zipation! Ein schönes Wochenende
RON - RHEINPFALZ ONLINE, Samstag, 18. Mai , 03:45 Uhr
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