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Nach Kampfhund-Attacke war das Baby in Gefahr Von SEBASTIAN LIEBERN
Bonn Auf ihrem Arm hält Stefanie (15) ihr gerade neugeborenes Kind. Eng umschlungen. Sie drückt es an ihren Oberkörper. Das kleine Baby ist kaum zu erkennen. Nur ein kleiner Kopf ist sichtbar.
Eingewickelt, um es vor der Kälte zu schützen. Als wolle die Mama es nicht mehr hergeben. Das Baby ist gesund. Ein süßes Mädchen: Vanessa.
Erleichterung bei der jungen Mutter. “Ich bin froh, dass ich meine Tochter jetzt gesund bei mir habe.³ Ein Glücksgefühl, das ihr anzusehen ist. Beinahe hätte sie ihre Tochter verloren.
Abends in der Dunkelheit. Stefanie ist in Begleitung ihrer Mutter auf dem Weg zur Haltestelle “Burg Medinghoven³ am Konrad-Adenauer-Damm.
Dort trifft sie auf eine Frau mit einem Rottweiler. Obwohl die Frau Stefanie bei deren Annäherung an den Hund noch versichert “der tut nichts³, fällt die Bestie plötzlich über die hochschwangere 15-Jährige her (der Bonner EXPRESS berichtete).
Als der Hund versucht, ihr in den Bauch zu beißen, wendet Stefanie sich ab und hält ihm instinktiv den Arm hin. “Ich hatte Angst. Auch um mich. Die größte Angst hatte ich aber um mein Kind.³ Der Hund beißt sich daraufhin in ihrem Arm fest.
Erst als Stefanie ihm auf die Nase schlägt, lässt der Hund los. Stefanie kommt in die Klinik. Im Krankenhaus müssen sogar die Wehen künstlich zurückgehalten werden. Der Vater von Stefanie berichtet: “Der Herzschlag von Vanessa war für kurze Zeit stehen geblieben.³
Die kleine Vanessa hat noch mal Glück gehabt. Glück im Unglück. Ihre mutige Mama hat sie beschützt.
Stefanies Verletzungen von der Rottweiler-Attacke sind noch zu erkennen. Fünf Zentimeter tief ist die Wunde am Oberarm. Sie bereite ihr heute noch Schmerzen. “Ja, es tut noch weh.³
Den Gips, den sie bis zehn Tage nach dem Angriff tragen musste, hat man ihr mittlerweile abgenommen. Viel größer sind allerdings die seelischen Wunden. “Im Krankenhaus hatte ich noch Albträume die sind jetzt zum Glück aber weg.³
Angst vor Hunden hatte sie vor dem Angriff eigentlich nicht. “Wir haben ja selbst zwei Hunde die sind aber klein.³ Größeren Vierbeinern wird Stefanie in Zukunft erst mal vorsichtig begegnen. “Vor großen Hunden habe ich jetzt erst mal Angst.³
Die Hundehalterin ist mittlerweile ermittelt. Die Polizei war bei Familie Wallraff und hat Stefanie und ihrer Mutter ein Foto von einer verdächtigen Frau vorgelegt.
Beide haben die Frau auf Anhieb wiedererkannt. Schon in der nächsten Woche wird Stefanie bei der Polizei vorgeladen, um Anzeige gegen die Frau und ihren Rottweiler zu erstatten. Der Bonner EXPRESS wird weiter über den Fall berichten.