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Autor Thema: Veterinär: "Das war Ausüben des Jagdtriebes"
Dogangel
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Natürliche Aggressivität: Hund tötet Katze – Mutter in Sorge wegen ihrer Kinder

Von Arne Grohmann

LAUINGEN. Auf einem Hof in Lauingen, den sich drei Wohnparteien teilen, biss ein Staffordshire-Mischlingshund eine Katze tot. Andrea Eberl, die mit ihrer Familie auf dem Hof lebt, hat nun Angst, dass ihre vier Kinder attackiert werden könnten.

"Wenn sie das gesehen hätten, wie der die Katze angegriffen hat", erzählt Eberl. Immer wieder habe sich der Hund in das Tier verbissen. Am Ende habe er mit einem Biss in die Kehle die Katze getötet. Die Mutter stellt sich den schlimmsten Fall vor. "Der hätte auch die Kinder nicht losgelassen."

Am meisten ärgert Andrea Eberl, dass sie schon im vergangenen Jahr die angebliche Gefährlichkeit der Hunde – insgesamt zwei – dem Ordnungsamt in Königslutter mitteilte. Die Antwort damals: Bevor Maßnahmen angeordnet werden können, müsse erst die Gefährlichkeit der Hunde nachgewiesen werden.

Durch den Tod der Katze ist das nun geschehen, meint Andrea Eberl. Muss erst etwas Schlimmes passieren, bevor die Behörden eingreifen? Beim Ordnungsamt Königslutter gibt es dazu folgende Auskunft: "Es reicht, wenn sich das Tier aggressiv verhält." Warum die Hunde nicht schon nach der ersten Anfrage überprüft wurden, war gestern vom Ordnungsamt nicht zu klären.

Nach der tödlichen Attacke auf die Katze wurde diesmal Kreisveterinär Dr. Jürgen Grötzschel damit beauftragt, zu testen, ob die Hunde auf dem Hof in Lauingen unnatürlich aggressiv sind. Grötzschel stellte kein atypisches Verhalten fest.

Als unnatürlich kann beispielsweise gelten, wenn ein Hund, der einen anderen Hund attackiert, nicht mit dem Beißen aufhört, obwohl der angegriffene Hund Gesten der Unterwerfung zeigt.

Grötzschel analysiert nüchtern den Angriff auf die Katze: "Das war Ausüben des Jagdtriebes. Er hat sie als Beute angesehen. Das ist ganz normales Verhalten. Schließlich stammt der Hund vom Wolf ab."

Die beiden Hunde hätten bei der Überprüfung kein übersteigertes aggressives Verhalten gezeigt. Außerdem seien sie zuvor nie auffällig gewesen. Grötzschel ist sich aber sicher: "Eine andere Katze wird er in jedem Fall wieder jagen." Das Töten anderer Tiere sei aber nicht akzeptabel. Die Besitzer müssten dies verhindern. Grötzschel geht davon aus, dass das Ordnungsamt Leinenzwang für den Hund anordnen wird. Eine Attacke auf die Kinder hält er für unwahrscheinlich. Der Mensch passe nicht in das Beuteschema des Hundes.

Die Besitzerin der Katze und auch die Besitzerin der Hunde waren gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.


30.06.2005
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Beiträge: 11078 | Von: Hamburg | Registriert seit: Sep 2002  |  gespeichert: 213.39.148.243 | Diesen Beitrag einem Moderator melden
   

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