Plakate sollen Halter und Tiere vom Rasen fernhalten Bützow • Seit gestern sind auf den Grünfläche an der Förderschule in Bützow handgemalte Bilder aufgestellt. "Betreten für Hunde verboten" heißt es da unter anderem. Die Bilder und Plakate entstanden im Kunstunterricht. Hintergrund sind die Hinterlassenschaften der Vierbeiner, die auf den Freiflächen sowohl an der Förderschule, aber auch am Gymnasium für Unmut bei den Schülern und Lehrern sorgen. Tommy Dücker aus Baumgarten erzählt: "Es geht schon los, wenn wir morgens am Gymnasium aus dem Bus steigen und über den Rasen zu unserer Schule gehen. Man hat dann das Zeug an den Füßen und trägt es in die Schule." Auch auf den Fußwegen gebe es die "Tretminen". Gestern Vormittag konnte der 14-Jährige vor dem Schulgebäude auf etliche Hundehaufen im Gras zeigen.
Aufgerufen zur Plakat-Aktion hatte die Lehrerin Thurid Czech. "Das Problem mit den Hundebesitzern gibt es schon, seit es die Schule gibt", erzählt sie. Die Idee, etwas zu unternehmen, kam ihr, als der Hausmeister der Schule einen Hundehalter direkt ansprach, doch der abwiegelte, sein Hund hätte nichts gemacht.
Joachim Fiedler, Schulleiter des Gymnasiums, bestätigt: "Noch schlimmer ist es im Sommer, wenn auf den Rasenflächen Sportunterricht stattfindet. Außerdem ist es für die Hausmeister unangenehm, wenn sie beim Rasenmähen sind." Jedem Hundebesitzer sollte klar sein, dass die Grünflächen zur Schule gehören, somit nicht öffentlich sind. Aufgrund des Aussehens und der Kosten habe man in der Vergangenheit von einem Zaun abgesehen. "Es hat ja auch keiner etwas dagegen, wenn jemand mit seinem Hund hier lang geht. Doch die Hundehalter sollten eine kleine Tüte mitnehmen und den Hundekot entsorgen", appelliert Fiedler an die Vernunft der Tierbesitzer. R.B.
Tommy Dücker beteiligte sich an der Plakat-Aktion an der Förderschule Bützow. Mit solchen Schildern wollen die Schüler die Hundehalter zur Ordnung zur rufen. Fotos: Badenschier (2)