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Erwin Mischke ist sprachlos. Und das passiert dem fast 80jährigen wirklich selten - vor allem, wenn es um Tiere geht. Er ist seit 1952 aktives Mitglied im Berliner Tierschutzverein. "All die Meldungen, die sich jetzt überstürzen, machen mich sehr betroffen", sagt der ausgewiesene Katzenfreund.
Er ließ sich bei Veranstaltungen des Tierheims von der Geschäftsführung gern als Weihnachtsmann oder Osterhase anwerben, spielte bei Tagen der offenen Tür den Leierkasten oder sammelte regelmäßig Spenden.
Erwin Mischke geht gelassen mit den Vorwürfen und Schuldzuweisungen um. Noch sei schließlich nichts beweisen. Dennoch hofft der Berliner, in all den Jahren nicht etwa für private Schatullen Geld gesammelt und gespendet zu haben.
Mischke geht es nicht um Personen und Posten, sondern nur um den Fortbestand des Berliner Tierschutzvereins. "Meine allergrößte Sorge ist, daß die Verlierer des Ganzen letztendlich die Tiere sind", sagt er. Mischke befürchtet auch, daß es beim Verein, der gegenwärtig rund 16 000 Mitglieder hat, zahlreiche Austritte geben könnte. Er wünscht sich, daß sie ihr Vertrauen nicht verlieren.
Für Erwin Mischke steht fest, daß er sein Mitgliedsbuch nicht abgeben wird. Im Interesse der herrenlosen Katzen und Hunde will er weitermachen - "als nächstes wieder bei der tierischen Weihnachtsfeier in Falkenberg Tierheim im Dezember".