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(MOZ) Kornelia Bierwirth wollte Donnerstag um 10 Uhr erst ihrer Nase und dann ihren Augen nicht trauen. Der gesamte Hausflur in der Spremberger Straße 11 war von Gestank erfüllt. Was an sich ja schon ziemlich widerlich ist. Doch das Beste kam noch. "Als ich die Haustür öffnete, wäre ich fast in einen dicken Haufen getreten", erzählte sie. Auf dem ganzen Abtritt verteilt lagen stinkende Hundehaufen, mehr als 20 an der Zahl.
Am hinteren Eingang bot sich das gleiche Bild: Haufen über Haufen türmten sich vor der Tür. So, als ob hier ein ganzes Hunderudel in aller Ruhe sein "Geschäft" gemacht hätte. Und nicht nur das: Beide Türknaufe waren mit tierischen Hinterlassenschaften beschmiert, auch an den Schlössern klebte die braune Masse.
"Einfach nur Ekel erregend" fand Kornelia Bierwirth diesen Anblick, "so etwas gab’s hier noch nie!" Ihr Partner informierte sofort den Vermieter. "Bei der Wohnbau wurde uns versprochen, dass schnell was getan wird - passiert ist stundenlang nichts." Erst gegen 17 Uhr sei der Hundekot entfernt worden.
Bleibt die Frage, woher das Zeug stammte. Zumal in dieser Menge. Offenbar war der Hundedreck über längere Zeit gesammelt worden - einige Haufen waren schon völlig trocken, andere noch sehr "frisch". Eine gezielte Attacke also? "Es gibt hier zwar einige Hundehalter, mit denen hatten wir aber nie Ärger", betonte Kornelia Bierwirth. Ihr Partner und sie sind die letzten Mieter im Abrisshaus. "Das waren Idioten, anders kann ich das nicht nennen."
Können solche "Idioten" belangt werden? "Wir müssen wissen, wer das war", so Hardy Schönberg vom Ordnungsamt. "Mögliche Augenzeugen sollten sich bitte bei uns melden."