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VOLKER WENK Der Ex-Vorsitzende streitet von seinem Landsitz aus alles ab
Berlin - Ihr Leben hatte doch gerade erst begonnen... Doch kein Fiepen und Strampeln konnte ihnen helfen. In Falkenberg wurden junge, gesunde Pitbulls und "Staffis" getötet, behauptet ein Tierheim-Kenner. Mussten die Welpen als schwer zu vermittelnde Hunde sterben, um dem Tierheim Kosten zu sparen?
"Die Tierärzte der Freien Universität bekommen regelmäßig eingeschläferte Hunde vom Tierheim. Junge Hunde, höchstens sechs bis sieben Monate alt", sagte Tierheim-Experte S. dem KURIER.
"Die waren nicht böse. Dafür waren sie noch viel zu klein." Seit der Diskussion um aggressive Kampfhunde sind Rassen wie Pitbull oder Staffordshire kaum noch zu vermitteln. Doch ein Platz in einer Tierpension kann bis zu 18 Euro pro Tag kosten. Macht über 65 000 Euro für ein langes Hunde-
leben ...
"Wir bekommen regelmäßig tote Tiere vom Tierheim, etwa ein bis zwei pro Woche", sagt Professor Dr. Roland Rudolph vom FU-Institut für Veterinär-Pathologie. "Wir sezieren sie kostenlos, damit unsere Studenten lernen. Aber: Wir nehmen keine gesunden Tiere, bekommen für jedes einen Einweisungsschein vom Tierheim mit seinen Krankheitssymptomen. Alles andere wäre Betrug!"
Da ist es wieder, das böse Wort Betrug. Deswegen ermittelt der Staatsanwalt gegen die frühere Tierheim-Führungsriege um Carola Ruff und Volker Wenk. Und wegen Untreue und Urkunden-Delikten. Würden Ruff und Wenk verurteilt, drohen ihnen bis zu fünf Jahre Haft.
Auch um das stattliche Gutshaus der beiden im Süden Brandenburgs gibt es Gerüchte. Laternen aus dem früheren Tierheim Lankwitz sollen es schmücken. Beim Anblick des Anwesens bekommt Wenks Verteidigung zum Tierheim-Skandal noch eine andere Bedeutung: "Ich hatte dafür zu sorgen, dass Geld reinkommt."