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Hamburg diskutiert Einführung von "Führerschein"
von Katja Gerhartz
Berlin - Nach der Beiß-Attacke eines Rottweiler-Rüden auf die achtjährige Sophie in Hamburg am Dienstagabend ist die Debatte um den richtigen Schutz der Bevölkerung vor aggressiven Hunden neu entflammt. Während die Hansestadt jetzt über einen Hundeführerschein, eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung und eine Kennzeichnungspflicht für Hunde diskutiert, fordern Tierärzte und Hundeverbände, weniger an der Hunderasse als verstärkt am Hundehalter und der Aufzucht anzusetzen.
"Den Hund an sich trifft keinerlei Schuld", sagte der tierpolitische Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Marcel Huber, der WELT. Hunde in falschen Händen seien jedoch "noch gefährlicher als Waffen", so Tierarzt Huber. Daher fordert er: "Die Regeln, die für den Waffenbesitz gelten, müssen eins zu eins auf Hunde übertragen werden." Menschen dürften nur dann Hunde besitzen, wenn sie fundierte Sachkenntnisse nachweisen können.
Die tödliche Beißattacke auf den sechsjährigen Hamburger Jungen Volkan im Juni 2000 hatte bundesweit zu einer Verschärfung der Hundeverordnungen in den einzelnen Bundesländern geführt. Nachdem die meisten Länder in den vergangenen Jahren Rasselisten eingeführt haben, konzentriert man sich jetzt verstärkt auf die Hundehalter und die Aufzucht, um das Problem beißwütiger Vierbeiner zu lösen. Denn wie Forscher des Tierschutzzentrums der tierärztlichen Hochschule in Hannover nachgewiesen haben, liegt die Gefährlichkeit von Hunden nicht in deren Genen, sondern in ihrer Sozialisation und den Hundehaltern begründet. "Es ist daher unwissenschaftlich, Rassen allgemein zu verdammen", bekräftigt Tierärztin Ulrike Kammler vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte. Der Verband appelliert an die Länder, die Gefahrenverordnungen auf individuell gefährliche Tiere zuzuschneiden. Die Aggressivität von Hunden ließe sich am besten durch die Überwachung von Zucht und Ausbildung eindämmen.
Ähnlich äußert sich Leif Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), der mit 650 000 Mitgliedern bundesweit wichtigsten Interessensvertretung von Hundebesitzern. "Die weitaus meisten Hunde stammen aus Bereichen, die keinerlei Kontrolle unterliegen", sagte er der WELT. Kopernik fordert die Regierung auf, solche "Hinterhofzuchten", wie sie vor allem in Osteuropa betrieben würden, zu unterbinden. Zudem schlägt er vor, finanzielle Anreize für Hundehalter zu schaffen, die den vom VDH angebotenen Hundeführerschein absolvieren.
Obwohl für Gesamtdeutschland keine Zahlen vorliegen, belegen Beispiele aus den einzelnen Bundesländern, daß die seit 2000 erfolgte Verschärfung der Hundeverordnungen tendenziell zu einem Rückgang der Beiß-Attacken geführt hat. In Berlin etwa sind die registrierten Vorfälle von 162 im Jahr 1999 auf 18 im Jahr 2003 zurückgegangen. Auch in anderen Ländern wie etwa Hessen und Nordrhein-Westfalen hat die Zahl der Attacken nach Schätzungen der Polizei deutlich abgenommen.
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Wer kann Pólitiker noch ernst nehmen?
Wer kann Funktionäre noch ernst nehmen?
Wer kann solche forderungen eigentlich noch ernst nehmen?
Ein Führerschein für Hunde? Wenn der Führerschein helfen würde - gäbe es nicht tagtäglich Tote: z.B. mit dem Auto durch betrunkenen, mit Drogen vollgepumpte oder auch nur durch rasende Autofahrer,
Und selbst wenn dies alles abgestellt würde - gäbe es immer noch tote.
Es ist immer das selbe. Es läßt sich alöles schnell und einfach regeln. Wird aber nicht gemacht. Es lebe die Bürokratie.
Ausserdem läßt sich mit dem Hundeführerschein gut Geld verdienen.
So ca. 1/2 Milliarde Euro im Jahr - jedes Jahr an Umsatz kommt da locker zusammen.
Und wo werden diese Umsätze grossteils getätigt?
Ausbildung: Hundeplätze. Welche Hundeplätze gibt es am meisten? Genau! SH!!
[ 05. April 2005, 09:23: Beitrag editiert von: Weber ]
ich persönlich finde in dem Artikel sehr gute Ansätze. Warum soll nicht jeder Hundehalter einen Hundeführerschein machen ? Bei uns braucht man sogar einen Angelschein mit Sachkundeprüfung ! Der Führerschein sollte allerdings sinnvoll aufgebaut werden, er sollte auch Auszüger der Hundeerziehung enthalten.
Auch den Ansatz die "Hinterhofzucht" zu unterbindung ist doch ein sinnvolles Unterfangen.
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Also - hier herrscht freie Meinungsäußerung.
Wie ich oben beschrieben habe ist der Führererschein keine Garantie für KEINE Unfälle.
Angelschein: Sicherlich Sinnvoll - für die Kassen. Wer sonst hat etwas davon? Sicher: Schonzeiten und Größenb muss man wissen und sollten eingehalten werden. Aber muss es dazu gleich ein Angelschein sein?
Zu den Hinterhofzuchten: Das ist richtig - aber beissen die mehr als die Hunde vom VDH?
Ostblock - Auslandhunde: Da sollte unserer Meinung nach schon lange eine Einfuhrsteuer von mindestens 500Euro (früher 1000DM) für jedes Tier erhoben werden - und ohne Impfpass und Codekapsel garnicht.
Also: ich will nicht noch mehr bewschränkungen haben wenn sie Sinnlos sind. Ein Hundeführerschein kann Sinnvoll sein und sollte z.B. über eine Steuerbefreiung schmackhaft gemacht werden.
Aber eine PFLICHT lehne ich ab da es nichts bringt!
Pflicht ist nur wichtig für die Sozialisierung der Hunde - also eine Pflicht für mindestens 1 Jahr die Welpenschule zu besuchen das wäre OK. Das ist Sinnvoll für Hund und Halter.
Ein gut sozialisierter Hund ist ein problemloser Hund!
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Ja so ist es, ein gut sozialisierter Hund ist ein proplemloser Hund, ist ein guter Hund. Und diese Erfahrung mache ich schon seit über 30 Jahre mit meinen Hunden. Jeder meiner Hunde hatte immer viel Kontakt zu anderen Hunden, wurde gut und vor allem mit viel Liebe erzogen. Meine Hunde hören auf mich, und ich hatte noch nie Propleme. Jeder der ein Hundeführerschein machen will, soll es tun. Nur hängt es mir zu hoch dies als Pflicht zu machen. Was soll ich mit einem elf Jahre alten Hund noch einen Hundeführerschein machen?? Ich glaube besser ist es, das obere Ende der Leine zu überprüfen.
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