15.11.04 Soltau (rpo). Eine 39-jährige Frau hat im niedersächsischen Landkreis Soltau-Fallingbostel ihren einjährigen Sohn erstochen, dann ihre beiden Hunde getötet und schließlich versucht, sich mit dem Messer selbst umzubringen. Zudem schüttete sie Benzin aus und steckte ihr Haus in Brand. Ein Autofahrer habe den Brand kurz nach Mitternacht entdeckt und die Feuerwehr benachrichtigt, berichtete ein Polizeisprecher. Die Retter hätten die Frau vor dem Haus mit dem in eine Decke gehüllten toten Kind auf dem Arm gefunden. Der Junge hatte mehrere Messerstiche im Brustbereich. Das Gebäude brannte den Angaben zufolge teilweise aus, der Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.
Die Frau, die sich mit dem Messer eine klaffende Wunde am Unterarm beigebracht hatte, war nach Polizeiangaben zunächst nicht vernehmungsfähig und wurde wegen einer Rauchvergiftung im Krankenhaus betreut. Bei dem Einjährigen, der laut Staatsanwaltschaft keine Geschwister hatte, wurde eine Obduktion durchgeführt, die aber keine neuen Erkenntnisse brachte. Der Ehemann der Frau war nach ersten Ermittlungen vor einigen Monaten aus dem Haus ausgezogen.