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SENAT - NEUES HUNDEGESETZ | 30.04.2005
FRANK RESCHREITER
Abgabe steigt von 90 auf 600 Euro / Leinenzwang für (fast) alle
dpa-Gespräch: Minister Bartels will neues Kampfhunde-Gesetz
Kein Pardon - schon gar nicht mehr für Rottweiler ! Nach den jüngsten Beißattacken zieht der Senat die Daumenschrauben an. Die alte Hundeverordnung wird durch ein neues, wesentlich schärferes Hundegesetz abgelöst, das auch den allgemeinen Leinenzwang beinhaltet (MOPO berichtete). Gestern legte Gesundheitssenator Jörg Dräger (parteilos) die Eckpunkte dazu vor: "Wir brauchen mehr Rechtssicherheit."
Dicke kommts für die Besitzer der rund 2000 Rottweiler in der Stadt (siehe Info-Kasten): Sie müssen nach Drägers Plänen demnächst nicht nur die erhöhte Hundesteuer (600 statt bisher 90 Euro pro Jahr) zahlen, sondern ihren Hunden auch einen Maulkorb verpassen und eine Haltungsgenehmigung erwerben. Befreien lassen kann sich davon nur, wer nachweist, dass ihm der Hund gehorcht (Sachkundenachweis) und zusätzlich einen Wesenstest mit dem Tier absolviert.
Und das sieht das neue Hundegesetz im Einzelnen vor:
Chippflicht: Zur eindeutigen Identifizierung bekommt jeder Hund einen Chip verpasst. Die Daten werden in einem zentralen Register erfasst.
Hundehaftpflichtversicherung: Alle Hundehalter müssen die Police zwingend abschließen. Dräger: "Damit soll die Schadensregulierung verbessert werden."
Kategorien und Rassen: Hunde werden je nach Gefährlichkeit in vier Kategorien (bisher drei) eingestuft.
Leinenzwang: Pflicht für alle Hunde. Ausnahmen nur für Besitzer ungefährlicher oder kleiner Hunde (unter 50 Zentimeter Schulterhöhe) mit Sachkundenachweis. Strafen: Wer die neuen Bestimmungen missachtet, muss mit härteren Strafen rechnen - im Extremfall droht ein generelles Verbot, Hunde zu halten.
Im Gegenzug will Dräger die Zahl der Freilaufflächen für Hunde bis zum Sommer von 60 auf 79 erhöhen.
Die Eckpunkte sollen bei einer Expertenanhörung im Gesundheitsausschuss beraten werden. Über den Sommer will Dräger einen Gesetzentwurf schmieden, Ende September soll die Bürgerschaft das neue Hundegesetz verabschieden. "Gut, dass da jetzt Dampf reinkommt", so der tierpolitische Sprecher der CDU, Michael Fuchs. SPD-Innenexperte Andreas Dressel: "Je schneller uns ein konkreter Gesetzentwurf vorliegt, desto besser." Erkennbar sei allerdings schon jetzt, dass durch Chip- und Haftpflicht die Hundehaltung teurer werde Auch Wolfgang Poggendorf, Chef des Tierschutzvereins, spricht von "guten Ansätzen", warnt aber ebenfalls vor den Kosten: "Wer mehrere Rottweiler hat, muss das Geld für die erhöhte Hundesteuer erst mal aufbringen."
Info: GEFÄHRLICHE HUNDE
Für das neue Hundegesetz
werden alle Vierbeiner klassifiziert. Je nach Gefährlichkeit der Tiere sollen verschiedene Regeln eingeführt werden. Haltungsgenehmigung, Leinen- und Maulkorbpflicht sowie erhöhte Hundesteuer (600 Euro im Jahr) gelten bereits heute für Staffordshire Bullterrier (2. v. l.), Pitbull (2. v. r.), American Staffordshire Terrier (r.) und alle Hunde, die als "individuell gefährlich" eingestuft werden. In diese Kategorie soll zukünftig auch der Bullterrier (3. v. l.) fallen. Für Hundehalter, die einen Bullmastiff (l.), Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Español, Mastino Napoletano, Kangal, Kaukasischen Owtscharka, einen Tosa Inu und (neuerdings) einen Rottweiler besitzen, gelten Haltungsgenehmigung, Leinen- und Maulkorbpflicht und erhöhte Hundesteuer generell auch. Sie können sich davon aber durch einen bestandenen Wesenstest und einen Sachkundenachweis befreien lassen.
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Ich habe schon lange keine Worte mehr.
Ich glaube die sind alle hirntot wenns um Hunde geht!!
Aber wenns um Ihre Rente und Diäten und und was sie noch kassieren können, da können sie klar denken.
Es kotzt mich wirklich alles nur noch noch an, was hier in Deutschland an Hundehetze getrieben wird!!
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