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Antrag: Freilauf-Verbot auf Feldern und Wiesen von April bis Juli
tz - München: Schlechte Zeiten für Bello, Waldi & Co! Sie sollen an die Leine – wenn es nach der Meinung vieler Politiker geht. Die Emotionen kochen hoch: Erst die Diskussion um den Leinenzwang im Englischen Garten, dann das Hunde- Verbot auf der Buga und jetzt das: Der Bayerische Landkreistag fordert in der Brut- und Aufzuchtzeit von April bis Mitte Juli einen Leinenzwang für Hunde in der freien Natur.
Der Antrag, der vom Ebersberger Landrat Gottlieb Fauth stammt, wurde jetzt an das Bayerische Umweltministerium weitergeleitet. Hintergrund: Momentan läuft die Novellierung des bayerischen Naturschutzgesetzes. Noch wenige Tage können Verbände Vorschläge für Änderungen des Gesetzes machen. Viele Landwirte würden dem Vorschlag am liebsten jetzt schon ihren Stempel aufdrücken. „Fakt ist, dass die Hunde immer mehr werden und das Problem immer größer“, sagt Franz Lenz, Ebersbergs Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands.
Die Bauern stören sich vor allem an dem, was die Hunde auf ihren Feldern hinterlassen – denn das kommt dann ins Futter ihrer Tiere. Landrat Fauth ist der Boden- und Wiesenbrüterschutz wichtig: „In der sensiblen Zeit zwischen April und Juli wird durch herumstöbernde Hunde viel kaputt gemacht, was zuvor mit viel Steuergeldern aufgebaut wurde.“ Er weiß, dass ein Leinenzwang bei Hundebesitzern keine Hurra-Rufe auslöst: „Ein vernünftiger Bürger muss das aber einsehen.“ Das überarbeitete Naturschutzgesetz wird frühestens im Juni verabschiedet. Wenn der Leinenzwang durchgeht, gilt er aber nicht innerorts. Städte und Gemeinde können selbst entscheiden, was sie für richtig halten. Wer aber dann auf Feldern und Wiesen mit Hund, aber ohne Leine erwischt wird – der wird kräftig zur Kasse gebeten.