Plauen (ddp-lsc). Sachsens Tierärzte fordern eine bessere Vorbereitung von Hundehaltern für den Umgang mit ihren Tieren. Dazu sei der mehrfach ins Gespräch gebrachte so genannte Hunde-Führerschein eine Möglichkeit, sagte der Präsident der Landestierärztekammer, Hans-Georg Möckel, am Donnerstag der Nachrichtenagentur ddp in Plauen. Auf diese Weise könnten Hundebesitzer den Nachweis erbringen, dass sie ihr Tier vor allem in der Öffentlichkeit im Griff haben.
Möckel betonte: «Das Problem sind weniger die Hunde als die Halter.» Unter den Hundehaltern sei seit dem Inkrafttreten des sächsischen Kampfhundegesetzes vor knapp fünf Jahren im August 2000 ein deutliches Interesse zu erkennen, sich auf den Umgang mit den Tieren bewusst vorzubereiten. So gebe es in vielen Städten so genannte Welpenspielkreise, in denen sich Halter frühzeitig auf das Verhalten und auf Eigenarten der Tiere einstellten.
Zugleich kritisierte Möckel die gesetzliche Festschreibung von so genannten Kampfhunderassen, etwa in Sachsen American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Pitbull Terrier. Diese seien nicht zwangsläufig auf Grund ihrer Gene aggressiv. So könne etwa auch ein Bullterrier sehr brav sein, ein Dackel oder ein Schäferhund dagegen extrem bissig.