"Wir gehen nochmal an das Thema dran." Das hat der Frankenthaler Oberbürgermeister Theo Wieder mit Blick auf einen SPD-Antrag im Stadtrat versprochen, die Verwaltung solle prüfen, wo Hunde -Freilaufflächen eingerichtet werden können. Nicht für sinnvoll hält es die Verwaltung jedoch, zusätzliche Hundekot-Behälter im Stadtgebiet aufzustellen.
Als denkbare Standorte von Freilaufzonen nannte Wieder die Grünfläche Am Kanal, Flächen zwischen Carl-Bosch-Ring und Bahnlinie, am Westring, südlich des Jugendtreffs an der Mahlastraße, auf dem südwestlichen Teil der Pilgerwiese, am Monte Scherbelino und auf dem früheren Gelände des Hundesportsvereins Mörsch (Dudelsackstraße). Für die notwendige Einzäunung müsse je nach Standort "ein nicht gerade kleiner Euro-Betrag" einkalkuliert werden.
Zonen mit Hinweistafeln ausschildern
"Hundehalter wollen, dass ihre Hunde spielen können, ohne andere zu belästigen", hatte Alis Hoppenrath für die antragstellende SPD erklärt. Freilaufzonen sollten mit einer Tafel "Betreten auf eigene Gefahr" ausgeschildert werden. Wenn solche Zonen geschaffen würden, könne dies auch dazu führen, dass die Anleinpflicht besser beachtet werde.
Zudem plädierte die SPD-Sprecherin dafür, die mögliche Aufstellung weiterer Behälter für Hundekot zu überprüfen.
"Wir haben die Anleinpflicht aus guten Gründen", sagte die FWG-Fraktionsvorsitzende Ingrid Hezel. Andererseits gebe es ein berechtigtes Interesse der Hundehalter, ihren Tieren "Freilauf und sozialen Kontakt" zu ermöglichen. Ein Bereich am nördlichen Ende des Ostparks und das Gelände westlich des Tenniszentrums Barth kämen als Freilaufflächen in Betracht.
"Grundsätzlich nachvollziehbar" nannte Rainer Schulze (Grüne/Offene Liste) den SPD-Antrag. Die Finanzen für solche Maßnahmen sollten aber die Hundehalter selbst aufbringen. Nachbarbereiche des Gewerbeparks Nord und des Tenniszentrums Barth könnten als Freilaufflächen dienen, meinte der Grünen-Sprecher. Über Ostpark oder Kleinen Wald könne man dagegen nicht diskutieren. Bezüglich der Akteptanz sei er skeptisch: "Der Mensch ist bequem."
Das Thema sei schon öfter ohne befriedigendes Ergebnis diskutiert worden, gab Burkhard Firsching (CDU) zu bedenken. Gleichwohl stehe seine Fraktion einem neuen Anlauf positiv gegenüber. Ludwigshafen habe eine Freilauffläche; vielleicht könne man sich dort Anregungen holen.
Negativ seien die Erfahrungen mit den bisher aufgestellten Tütenspendern für Hundekot, berichtete Theo Wieder.
Zwar würden viele Tüten gezogen; "der Rücklauf tendiert aber gegen null". Zudem habe man bereits mehrere Behälter nach anhaltenden Beschwerden aus der Nachbarschaft oder wegen mutwilliger Beschädigung abbauen müssen. (spi)
DIE RHEINPFALZ 24. Juni 2005
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