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Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) hat gestern den Rechnungshof der Freien und Hansestadt Hamburg und den Betriebswirtschaftlichen Prüfdienst schriftlich um Durchführung einer Prüfung der Finanzen gebeten. Das bestätigte der HTV-Vorsitzende Wolfgang Poggendorf (69) gegenüber dem Abendblatt. Allerdings schränkte Poggendorf ein: "Wir werden nur Zahlen offenlegen, die im Zusammenhang mit den Zahlungen stehen, die der HTV von der Stadt für die geleisteten Dienstleistungen bekommen hat. Andere Zahlen werden nicht herausgegeben."
Mit den Dienstleistungen meint Poggendorf die Zuschüsse der Stadt von 1,3 Millionen Euro an den HTV "für die artgerechte Unterbringung, Versorgung und Behandlung von Fundtieren, Verwahrungs- und Beobachtungstieren". Daß der HTV jetzt um eine Prüfung bittet, dürfte daran liegen, daß sowohl Politiker als auch der Bund der Steuerzahler mehr Transparenz gefordert hatten (wir berichteten). Auch Gesundheits-Staatsrat Dietrich Wersich (41, CDU) sagte im Abendblatt-Interview: "Der HTV sollte seine Einnahmen und Ausgaben offenlegen und zukünftig einen Verwendungsnachweis über die Zuschüsse der Stadt erbringen." Unterdessen fand der Vorschlag von Staatsrat Wersich, gemeinsam mit dem HTV und den Tierheimen in Hamburg und Umgebung über die Möglichkeit eines kooperativen Netzwerks zu beraten, wenig Zustimmung: "Wir haben kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg, denn wir sind jetzt schon bereits mehr als gut ausgelastet", sagte Bernd Grundmann, erster Vorsitzender vom Tierschutz Ahrensburg-Großhansdorf e.V.. Der Verein betreibt das Tierheim Großhansdorf. Und Wolfgang Poggendorf betonte: "Wenn mehrere Tierheime sich um Fundtiere der Stadt Hamburg kümmern, könnte es durchaus zu organisatorischen Schwierigkeiten kommen." ug