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Von der Beißmaschine zum Schoßhündchen Von STEFAN LUTZ Hamburg – Er gilt als gefährlich, bissig, unberechenbar. Doch plötzlich ist Beißmaschine „Sugar“ (4) lammfromm geworden! Vom Kampfhund zum Kuschelhund – Experten stehen vor einem Rätsel!
American Staffordshire „Sugar“ zerfetzte bei mehreren Wesenstests im Hamburger Tierheim einen Kinderwagen, aus dem Babygeschrei vom Band erklag. Er ging auf Pfleger los, verbreitete Angst und Schrecken. Sein Besitzer Thomas W. wollte ihn trotzdem behalten, doch Behörden entschieden:
Dieser Kampfhund muß aus dem Verkehr gezogen werden (BILD berichtete)!
„Sugar“ sollte eingeschläfert werden, wurde dann aber nach einem Rechtsstreit auf einen Gnadenhof am Bodensee (Baden-Württemberg) abgeschoben. Dort angekommen, hat er sich jetzt anscheinend völlig gewandelt. Er hat sich mit einem Dackel angefreundet, sonnt sich seelenruhig mit seinem kleinen Freund in einer Babykarre!
Doch wie kann das sein? Der Kampfhund plötzlich total zahm! Stand „Sugar“ etwa unter Beruhigungsmitteln oder wurde mit Drogen gefügig gemacht?
Der Gnadenhof weist das von sich. Hundeflüsterin Christiane Rohn (36): „Ich habe ,Sugar‘ auf meine ganz individuelle Art einen Weg gezeigt. Ohne jegliche Härte und Gewalt, einfach mit Verständnis, Klarheit und Liebe.“ Hamburgs Tierheimchef Wolfgang Poggendorf hat Zweifel daran: „Einen Hund kann man nicht in wenigen Tagen umkehren, das wäre ein Wunder der Natur.“
Auch für die Behörden gilt „Sugar“ weiterhin als gefährlich. Er darf den Hof nie wieder verlassen.