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Wiener entfernen Silvestermüll und wollen zeigen, dass nicht nur Hunde Müll produzieren.
"Nimm ein Sackerl fürs Raketerl" - unter diesem Motto findet am 1. Jänner in Wien-Hietzing eine Neujahrsaktion statt. Hundefreunde werden am Roten Berg den Müll der Silvesternacht entsorgen. Hiermit wolle man zeigen, dass in der Bundeshauptstadt neben den viel kritisierten Hundstrümmerln noch viel weiterer Müll produziert werde, wie Manuela Knirsch von der Initiative "reinehundesache" betonte. Skepsis gegenüber Anti-Hundekot-Kampagne
Der Titel der Aktion ist dabei als Kontrapunkt zur laufenden Anti-Hundekot-Kampagne der Stadt gewählt, die unter dem Motto "Nimm ein Sackerl für mein Gackerl" wirbt. Die vor einem Vierteljahr gestartete Maßnahme sieht Knirsch eher skeptisch. Sie glaube, dass Aufkleber nicht dazu beitragen würden, dass Hundebesitzer den Hundekot wegräumten, meinte sie.
Bei der kommenden Neujahrsaktion schließe man sich den in der Gegend ansässigen Hundebesitzern an, die sich bereits seit zwei Jahren träfen, um die diversen Raketen, Knaller und Glasflaschen der Silvesternacht zu entfernen, erklärte Knirsch. Von der zuständigen Magistratsabteilung MA 48 habe man sich bereits Müllsäcke organisiert. Nach den Aufräumarbeiten sollen die Helfer mit einem echten Katerfrühstück - bestehend aus Rollmops und Tee - gestärkt werden. Hundebesitzer meist "kooperativ und einsichtig"
"Sehr positiv überrascht" zeigte sich Knirsch von der bereits im Mai gestarteten Kampagne ihrer Initiative, "Wau! Ich mach mit". Damals wurden Hundebesitzer mittels mobiler Hundehütten inklusive Kotsackerl und Hundefutter zum Entfernen der Hinterlassenschaften ihrer Tiere motiviert. Der Großteil der Hundebesitzer sei "kooperativ und einsichtig" gewesen, unterstrich Knirsch. Anlass für den Kampagnenstart waren die 157.641 gesammelte Unterschriften gewesen, die Anti-Hundekot-Aktivisten am 11. Mai an Umweltstadträtin Ulli Sima (S) übergeben hatten.