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Kampfhund "Sugar" in Hamburger Tierheim misshandelt?
Der ehemalige Halter des Kampfhundes "Sugar" hat eine Strafanzeige gegen Mitarbeiter des Hamburer Tierheims Süderstraße wegen Tierquälerei erstattet. Das berichtete NDR 90,3 am Mittwoch. Der Hund sei bei drei Wesenstests misshandelt und gequält worden, sagte der Anwalt des Halters. "Sugar" galt als der gefährlichste Kampfhund Hamburgs. Er sollte zunächst eingeschläfert werden und lebt jetzt auf einem Gnadenhof für Tiere im Allgäu.
Leiter des Tierheims im Visier
Die Vorwürfe wiegen schwer und sie zielen auf Wolfgang Poggendorf. Der Leiter des Tierheimes und Geschäftsführer des Hamburger Tierschutzvereins hatte drei Wesenstests mit dem Hund "Sugar" durchführen lassen. Bei den Tests hatte der Hund vor laufenden Kameras unter anderem einen Kinderwagen angegriffen. Diese Tests seien jedoch manipuliert worden, wobei der Hund absichtlich gequält wurde, sagte der Rechtsanwalt Ulrich Wollenteit, der den früheren Besitzer von "Sugar" vertritt. Dabei stützt sich die Anzeige auf ein Gutachten der Präsidentin der Hamburger Tierärztekammer, Barbara Schöning.
Dem Tier wurden "ohne vernünftigen Grund Leiden und Schäden zugefügt", sagte Schöning zu NDR 90,3. Die Schäden seien als erheblich zu beurteilen, hätten länger angehalten und sich wiederholt. "Das heißt, aus diesem Grund liegt auch ein Straftatbestand vor", so Schöning.
Zweifel am Wesenstest
Dass der Hund eigentlich gar nicht gefährlich sei, zeige auch sein Verhalten auf dem Gnadenhof, so Anwalt Wollenteit. Dort spiele "Sugar" sogar mit Kindern. Aufgrund des Gutachtens hält der Rechtsanwalt alle Wesenstests des Tierheimes für nicht aussagekräftig. Sollte dem so sein, könnte dies Folgen für die Umsetzung des Hamburger Hundegesetzes haben. Tieramtsleiter Poggendorf äußerte sich zu den Vorwürfen bislang nicht.