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Der Geschäftsführer des Hamburger Tierschutzvereins (HTV), Wolfgang Poggendorf, hat Vorwürfe, wonach auf dem Gelände des Tierheims Wesenstests an Hunden nicht korrekt durchgeführt worden seien, gestern entschieden zurückgewiesen. Wie berichtet, hatten der Anwalt Ulrich Wollenteit und die Präsidentin der Hamburger Tierärztekammer, Barbara Schöning, behauptet, bei Tests mit der American-Staffordshire-Hündin Sugar habe es massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gegeben. Der ehemalige Besitzer der Hündin hatte daraufhin Strafantrag gegen Unbekannt gestellt. "Es ist schon eine Beleidigung, einem Tierschützer vorzuwerfen, er quäle Tiere", sagte Poggendorf. Die Tests seien von hochqualifizierten Teams gemacht worden. "Wir werden anhand der Videos beweisen, daß an den Vorwürfen nichts dran ist." Der HTV-Geschäftsführer räumte allerdings ein, daß sich in dem Kinderwagen, auf den sich Sugar in einem ersten Test im April 2004 gestürzt hatte, mehrere Maulkörbe gelegen hatten. "Ein handwerklicher Fehler. Die lagen darin, für den Fall, daß einer reißt oder wir eine andere Größe brauchen. Bei 300 Tests davor hatten wir nie Probleme damit", so Poggendorf. Sugar war bekannt dafür, daß sie auf Maulkörbe stark reagierte. Schon deshalb, so die Tierärztin und der Anwalt, müsse der Test als nicht korrekt angesehen werden. Poggendorf wies auch den Vorwurf, Sugar sei bei einem zweiten Test durch zwei Leinen stranguliert worden, zurück. "Der Hund hatte ein breites Halsband. Strangulieren wäre unmöglich", so der HTV-Geschäftsführer, der auf die Frage, wie er sich den scheinbaren Wesenswandel der Hündin erkläre, sagte: "Das ist wie beim Führerschein. Fünfmal fallen sie durch, beim sechsten Mal bestehen sie. Das Verhalten eines Hundes kann jede Woche anders sein." Für den Tierschutzverein gebe es aber keinen Grund, einen Test zu manipulieren, damit ein Hund eingeschläfert werde. Die Tests würden jedoch unter "Schlechtwetterbedingungen" durchgeführt, weil die Hunde auch in Streßsituationen verläßlich reagieren müßten. kab