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Tierheim - Politiker fordern Aufklärung
Nach den Manipulationsvorwürfe im Zusammenhang mit im Tierheim Süderstraße gemachten Wesenstests (wir berichteten) fordern Politiker Aufklärung.
"Ich fühle mich nicht berufen, einen Wesenstest zu beurteilen, aber die Sache muß natürlich geklärt werden", sagte Michael Fuchs (CDU).
Und Christian Maaß (GAL) sagte: "Ich denke, der Tierschutzverein ist gefragt, für Klarheit und Transparenz zu sorgen." Lutz Kretschmann-Johannsen (SPD) will dagegen zunächst abwarten, was aus den Strafanzeigen gegen Tierheimchef Wolfgang Poggendorf und gegen Unbekannt wird.
Eine reine Vereinssache ist die Angelegenheit jedoch nicht, denn mit einem jährlichen Zuschuß von 1,1 Millionen Euro durch die Stadt Hamburg liegt das Tierheim an der Spitze der bundesweit 506 Einrichtungen des Deutschen Tierschutzbundes. Hinzu kommen Spenden von rund vier Millionen Euro pro Jahr. Summen, von denen der Münchner Tierschutzverein, mit 13 000 Mitgliedern zweitgrößter Verein nach Berlin (16 000 Mitglieder), nur träumen kann. Gerade einmal 200 000 Euro zahlt die Stadt dazu, 1,8 Millionen kommen durch Spenden herein. Das würde in Hamburg (7500 Mitglieder) nicht einmal die Personalkosten in Höhe von rund drei Millionen Euro für die 82 Mitarbeiter decken. Allerdings liegt die Einrichtung mit 11 000 Tieren pro Jahr auch an der Spitze aller Tierheime, ebenso wie bei den Kosten von durchschnittlich 350 Euro pro Tier.
Zum Vergleich: Das Tierheim Würzburg (elf Mitarbeiter) mit mehr als 3000 Tieren erhält 38 000 Euro Unterstützung. Die Ausgaben liegen bei 450 000 Euro pro Jahr. In Wiesbaden versorgen acht Mitarbeiter 1500 Tiere pro Jahr. Dafür zahlt die Stadt 25 000 Euro dazu. Und in Frankfurt (20 Mitarbeiter/1800 Tiere) kommen zu den Spenden in Höhe von 380 000 Euro noch 120 000 von der Stadt.