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Gefahr: Kampfhund nach Baden-Württemberg gebracht. Kommt er dort wieder frei?
Hamburgs gefährlichster Hund ist gestern nach Süddeutschland abgeschoben worden: Morgens um 11 Uhr wurde American-Staffordshire-Terrier-Hündin Sugar von Christiane Rohn, Leiterin des Gnadenhofs "Lebenswürde für Tiere" in Amtzell (Baden-Württemberg), aus dem Tierheim Süderstraße abgeholt.
Nun stellt sich die Frage, ob die als gefährlich eingestufte Kampfhündin tatsächlich bis an ihr Lebensende auf dem Gnadenhof in Süddeutschland bleibt: "Das Bezirksamt hat zu entscheiden, ob das Tier jemals wieder freikommt. Sollte Sugar erfolgreich therapiert werden und dann als ungefährlich eingestuft werden, könnte sie theoretisch auch wieder vermittelt werden", sagte Bezirksamtsleiter Markus Schreiber (45, SPD) dem Abendblatt. Er kam persönlich zum Abtransport von Hamburgs wohl bekanntester Hündin und half, die Transportkiste zum Auto zu ziehen. Hamburg entstehen keine Kosten für die weitere Unterbringung.
Daß Sugar je wieder freikommt, hält Tierheimchef Wolfgang Poggendorf (67) für undenkbar: "Dieses Tier ist eine tickende Zeitbombe und gehört eingeschläfert. Es wäre ein Horror-szenario, wenn Sugar nach angeblich erfolgreicher Therapie womöglich gar nach Hamburg zurückkehren würde."
Das sieht SPD-Innenexperte Andreas Dressel (30) ähnlich: "Ich denke, es ist vertraglich so geregelt, daß der Hund bis an sein Lebensende in dem Tierasyl bleibt. Daran darf, selbst wenn sie später als ungefährlich gelten sollte, nichts geändert werden."
Sugar darf bei der sogenannten Hundeflüsterin Christiane Rohn in deren Wohnung auf dem Gnadenhofgelände leben: "Wir werden Sugar Sicherheit und Geborgenheit geben. Ich werde sie therapieren. Wie das Ergebnis aussehen wird, kann ich jetzt allerdings noch nicht beurteilen." Laut Rohn werde Sugar einem weiteren Wesenstest unterzogen - das wäre dann der vierte.