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KOMMUNALES: Höhere Steuer für Hundehalter
NIEMEGK - Nun ist es amtlich. Mit Beginn des neuen Jahres ist in Niemegk, Hohenwerbig und Lühnsdorf eine höhere Hundesteuer zu zahlen. Den Beschluss über das neue Stadtgesetz haben die Parlamentarier jetzt einstimmig verabschiedet. Demnach beträgt die jährliche Steuerpflicht für jeden ersten Hund 30 Euro (bisher 20 Euro). Der zweite Vierbeiner kostet 50 Euro (bisher 40 Euro). Für jedes dritte und weitere Tier sind jeweils 80 Euro (bisher 75 Euro) fällig. Für die Haltung eines Kampfhundes sind 300 Euro zu zahlen.
Mit dem Begriff Kampfhund hatte Bürgermeister Eckhard Zorn (SPD) seine Schwierigkeiten. „Wenn ich will, kriege ich jeden Hund scharf“, argumentierte der Tierarzt. Von daher sei seiner Meinung nach eine Abgrenzung nur schwer möglich. „Die Hunderassen oder deren Kreuzungen seien vom Gesetzgeber vorgegeben und in der Satzung einzeln aufgeführt“, wandte Kämmerin Angela Hertel ein.
Amtsdirektor Thomas Hemmerling ergänzte, dass sich die Anzahl der Kampfhunde in der Stadt in einem überschaubaren Rahmen halte. Derzeit seien sechs Hunde registriert, für fünf würden der Verwaltung Unbedenklichkeitsbescheinigungen hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit vorliegen. Mit der neuen Hundesteuersatzung kommt die Stadt einer Anregung des Innenministeriums nach, die Steuersätze dem landesweiten Niveau anzupassen. (Von Gunnar Neubert)